Ach, ist das herrlich. Wenn die Leinenbettwäsche über die Federn kommt und das luftige Kleid endlich aus dem Schrank darf – dann ist Sommer! Sonne, Wärme, Lebensfreude pur. Der Naturstoff aus Flachsfasern ist besonders atmungsaktiv und daher kühlend auf der Haut. Der Nachteil ist allerdings, dass die glatte Faser empfindlich ist. Wir aus der Victoria Redaktion haben daher unsere Tipps fürs Leinenwaschen zusammengestellt.

Ist Leinen waschen in der Maschine überhaupt möglich?

Die Sommerlieblinge müssen nicht unbedingt in die Reinigung. Natürlich ist es grundsätzlich schwieriger einen reinen Naturstoff zu waschen, weil er einlaufen oder die Farbe verlieren könnte. Aber trotzdem können wir selbst problemlos Leinen waschen. Eine wichtige Faustregel lautet dabei: Der Stoff nimmt sehr viel Feuchtigkeit auf und sollte daher genug Platz in der Waschmaschine haben.

Die richtige Temperatur und Schleuderzahl

  • Gefärbtes Leinen: Habt ihr auch hauptsächlich buntes Leinen im Schrank, so wie wir in der Redaktion? Falls ja, sollte die Temperatur bei maximal 40 Grad liegen. Wir wählen außerdem den Schonwaschgang aus, damit die Farben geschützt werden. Wer unsicher ist, kann aber auch in die Waschanleitung schauen.
  • Ungefärbtes oder weißes Leinen: Es ist zwar ein Mythos, dass Leinen kein heißes Wasser mag, aber ein weißer Stoff verträgt auch 60 Grad, ein ungefärbtes Leinen sogar 95 Grad.
  • Schleudern: Egal, welche Temperatur – die Umdrehungen sollten immer bei maximal 600 liegen, denn das Material braucht eine gewisse Restfeuchtigkeit, damit es in Form trocknen kann.

Leinen waschen: Das ist das richtige Waschmittel

  • Flüssigwaschmittel: Für Leinen ist dies die beste Wahl, weil es die Fasern nicht aufraut und die Farben schützt. Perfekt eignet sich beispielsweise Lenor Colorwaschmittel Flüssig Amethyst Blütentraum. Es schont die Fasern, wäscht hygienisch rein und hat noch ein weiteres As im Ärmel: Durch die Mischung aus prickelnder Bergamotte, zarter Freesie sowie strahlendem Jasmin kommt zum Leinen-Sommer-Gefühl noch der passende Duft hinzu.
  • Optische Aufheller und Fleckenmittel: Gefärbtes Leinen verzeiht leider keine Bleichfehler. Daher lassen wir diese Mittel einfach weg. Bei weißem oder ungefärbtem Leinen ist es nicht so schlimm, allerdings reagiert die Naturfaser grundsätzlich empfindlich auf die Stoffe.
  • Weichspüler: Wir benutzen keine Weichspüler für Leinen, ein Flüssigwaschmittel reicht völlig aus.

Darf Leinen in den Trockner?

Unsere Kurzantwort auf diese Frage: Nein. Die längere Version: Nein, niemals. Scherz beiseite. Wir raten davon ab, weil die empfindliche Faser zu sehr beschädigt werden könnte. Im schlimmsten Fall bricht sie. Wir hängen unsere Leinen-Lieblinge an der frischen Luft auf. Beim Bügeln darf es allerdings heiß werden. Perfekt ist, wenn das Leinen dafür vorher eingesprüht wird oder eine Restfeuchte hat.

 

Leinen waschen – unser Extra-Tipp

Auch, wenn es hart klingt: Leinen kann beim Waschen immer etwas einlaufen. Das ist bei dem dicht gewebten Naturstoff einfach nicht auszuschließen. Diese Erfahrung mussten wir auch schon machen, als eine Redakteurin von uns nicht mehr in ihr neues Sommerkleid aus der Urlaubsboutique passte. Also, einfach eine halbe Nummer größer auswählen. Dann kann nichts schief gehen. Und nun: Leinen los für den Sommer!


Hast du deine Leinen-Lieblingsteile schon fit für den Sommer gemacht? Was sind deine absoluten Favoriten? Erzähl uns gern davon in den Kommentaren!