In der Victoria Redaktion haben wir recherchiert, dass jeder durchschnittlich 60 Kleidungsstücke pro Jahr kauft. Das sind alle sechs Tage eines! Doch nur die wenigsten davon eignen sich zum Lieblingsteil. Dabei könnte schon ein bisschen Mode weniger dem Planeten ganz guttun. Weil unsere Autorin Tina Henze diese Zahl besonders berührt hat, ist sie direkt zu ihrem Schrank gegangen und hat ihn kritisch unter die Lupe genommen.

Tina stellt sich ihren Fehlkäufen

Katzen! Wirklich? Auch wenn ich ein Freund der anschmiegsamen Vierbeiner bin, die Bluse mit dem großflächigen Stubentiger-Print markiert einen Tiefpunkt in meinem Kleiderschrank. Eigentlich investiere ich eher in schlichte, zeitlose Stücke, doch es passiert immer wieder: In meinem Schrank landen Stücke, die ich nur selten anziehe – falls sie zum Tragen kommen, dann eher als Mahnmal einer kopflosen Entscheidung, die nicht nur Geld, sondern auch natürliche Ressourcen kostet.

Kleidung wird weniger als 10-mal getragen

Eine P&G-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es nicht nur mir so geht: Die meisten Menschen tragen Kleidungsstücke weniger als 10-mal, bevor sie aussortiert werden. Weniger als 10-mal! Nachhaltigkeit ist ein ziemlich überstrapazierter, weitgreifender Begriff, aber ich denke, er bedeutet im Kern, dass einen etwas möglichst lange begleitet. Es scheint so, als ob viele verlernt haben, Kleidung wertzuschätzen. Auch ich. Das soll sich ändern. Ich möchte schöne Stücke besitzen, auf die ich stolz bin, die ich liebe, gerne trage und bewahre – ohne die Umwelt übermäßig zu belasten.

Einfache Regel: Was würden wir 30-mal tragen?

Erster Schritt: Weg mit Fehlkäufen. Eine einzige Frage bei der Anprobe schützt mich inzwischen davor. Sie ist simpel, erfordert Ehrlichkeit und lautet: „Werde ich dieses Kleidungsstück mindestens 30-mal tragen?“ Die von Influencern initiierte Kampagne #30Wears hat mich dazu ermutigt. Nur wenn die Antwort Ja lautet, dann kaufe ich das Kleidungsstück. Slow Fashion statt Schnelllebigkeit. Die Katzen-Bluse hätte diese Hürde nicht genommen, dafür aber meine neue weiße Bluse. Stücke wie diese kosten zwar mehr Geld, dafür bedeuten sie mir aber auch viel. Und ich möchte die Kleidung pflegen! Denn neben Fehlkäufen landet ein Großteil der Einkäufe auf dem Müll, weil sie die Form verloren haben, die Farben verblasst sind.

Kleidung pflegen ist der Schlüsselbegriff

Daher lautet Schritt zwei meiner selbst auferlegten Liste: Kümmere dich gut um deine Lieblingsstücke und du wirst sie seltener austauschen müssen. Also, zum Waschen die Jeans auf links drehen und mit der richtigen Temperatur waschen. Wenn ich unsicher bin, schaue ich einfach in den Waschzettel, um die richtige Gradzahl zu wählen. Bei Buntwäsche bleiben dann – insbesondere im Zusammenspiel mit Colorwaschmittel – die Farben lange erhalten. Mein Favorit sind die Ariel All-in-1 PODS Color Farbschutz, weil sie leistungsstark waschen und ich mit den kleinen Kraftpaketen immer richtig dosiere.


Außerdem hat Ariel die Aktion #DrehRunter initiiert, die ich gern unterstütze. Dabei geht es darum, die Temperatur beim Waschen herunterzustellen, um wertvolle Energie zu sparen. Denn 60 Prozent des CO2-Fußabdrucks beim Wäschewaschen ensteht allein durch das Erhitzen des Wassers. Das muss nicht sein! Und statt in den Trockner kommt die Kleidung auf die Wäscheleine. Zudem habe ich meine Nähmaschine wieder hervorgeholt und diverse gerissene Nähte ausgebessert.

Lieblingsstücke abgeben statt wegzuwerfen

Dritter Schritt: Jedes Mal, wenn ich – natürlich mit Bedacht – ein neues Kleidungsstück kaufe, muss ein vorhandenes gehen. Anstatt Dinge in meinem Schrank hängen zu lassen und sie irgendwann wegzuwerfen, sollen sie andere glücklich machen. So wie meine Katzen-Bluse. Die hängt nun in einer Second-Hand-Boutique und wartet darauf, jemandes Lieblingsstück zu werden.

Versuchst du auch bewusster einzukaufen? Was sind deine Vorsätze, um nachhaltiger zu shoppen? Schreibe uns gern in den Kommentaren.