Frauen, die ein selbstbestimmtes Leben führen und ihre eigenen Pläne verfolgen, kennen übergriffige Fragen häufig nur zu gut. Doch egal ob aus Neugierde oder mangelnder Sensibilität – die Fragen zur Lebensplanung üben bei den betroffenen Frauen Druck aus, den Vorstellungen anderer entsprechen zu müssen. So bemerkt eine Frau in einer von Always in Auftrag gegebenen Studie: „Ich habe das Gefühl, andere erwarten von mir, immer für jeden alles richtig zu machen.“

Dein Leben, deine Regeln: #dubistdieantwort für eine selbstbestimmte Lebensplanung

Deshalb bestärkt Always Frauen mit der Kampagne #dubistdieantwort darin, ihre eigenen Regeln zu schreiben. Periode mit 12, Studium mit 20, Kind eins mit 30, Haus mit 40, mit 60 noch immer eine Top-Figur. Gibt es eine Blaupause fürs Leben? Natürlich nicht! Auch wenn das Frauen immer suggeriert wird.

Dabei decken sich gesellschaftliche Erwartungen nicht unbedingt mit den Zielen und Wünschen, die Frauen für ihre Lebensplanung haben. Während zum Beispiel 41 Prozent der befragten Frauen angeben, dass man von ihnen erwartet, für ihre Familie die eigene Karriere zu opfern, wären nur 7 Prozent der Befragten tatsächlich bereit dazu, dies zu tun. Immer mehr Frauen wagen auch im mittleren Alter noch etwas Neues oder haben einen jüngeren Partner.

Zur eigenen Lebensplanung stehen

Mit der Visionsexpertin Susanne Schwarz sprechen wir deshalb im Interview über Wege, sich nicht verunsichern zu lassen und bereichernde Gespräche zu führen:

Was bedeutet es für Frauen, wenn ihr Lebensmodell kritisiert wird?

Susanne Schwarz: „Die gesellschaftlichen Erwartungen können – je nach Alter, Herkunftsfamilie, kulturellen Prägungen und der persönlichen Situation – nicht nur nervig sein, sondern erdrückend oder wirklich belastend.“

Susanne Schwarz ist systemische Coachin und unterstützt Menschen bei der Persönlichkeitsentwicklung

Wie begegnet man kränkenden Bemerkungen?

Susanne Schwarz: „Nimm dir die Kritik nicht zu Herzen. Denn: Sie hat nichts mit dir zu tun. Derjenige, der die Frage stellt, hat schlicht ein anderes Lebensmodell. Jeder gleicht permanent sein Leben mit dem anderer ab. Nichts fällt uns schwerer, als unterschiedliche Lebensmodelle nebeneinanderstehen zu lassen. Sei es, weil wir gestresst sind, manchmal blicken wir auch ein wenig neidisch auf die andere Seite.“

Aber muss man übergriffige Fragen deshalb einfach hinnehmen?

Susanne Schwarz: „Nein, sage ganz deutlich: ‚Deine Frage macht mich traurig.‘ Versuche beim Gegenüber, Empathie zu wecken. Die beste Voraussetzung ist, sich seiner eigenen Werte bewusst zu sein, dafür einzustehen. Wenn du zum Beispiel entschieden hast, Medikamente gegen Wechseljahresbeschwerden zu nehmen, dann hadere nicht, steh hinter der Entscheidung und sag ‚Das tue ich, weil es für mich das Richtige ist.‘“

Jeder reagiert hin und wieder unsensibel. Wie kann man es besser machen?

Susanne Schwarz: „Sei neugierig und offen. Auf die Aussage ‚Ich möchte keine Kinder‘ sollte man nicht entgegnen ‚Wie kannst du nur?‘ und versuchen, den anderen vom Gegenteil zu überzeugen. Die bessere Frage lautet: ‚Wie fühlst du dich dabei? Was sind deine Beweggründe?‘ Daraus entwickeln sich spannende Gespräche, man erweitert den eigenen Horizont – auch wenn man nicht der gleichen Meinung ist.“

Ob man auf die Frage nach Blasenschwäche antworten möchte, entscheidet jede für sich. In unserem Blogbeitrag „Blasenschwäche: Raus aus der Tabuzone“ haben wir mit vier starken Frauen dazu gesprochen.

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