Unser Körper ist in den Wechseljahren im Wandel. Das spürt auch unsere Haut, die auf einmal trockener oder unreiner werden kann. Braucht sie in dieser Phase eine andere Pflegeroutine? Um das herauszufinden, hat unser Redaktion zum Hörer gegriffen und Dr. Patricia Ogilvie angerufen, die dermatologische Beraterin für Olay ist.

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Dr. Patricia Ogilvie

Victoria: Wie verändert sich die Haut in den Wechseljahren?

Dr. Patricia Ogilvie: Natürlich verändert sich nicht nur die Haut von Frauen im Alter, sondern auch die von Männern. Aber die Wechseljahre sind ganz klar für die Frauen besonders. Dieser Begriff bezeichnet ja die Übergangszeit von der vollständigen Fruchtbarkeit bis zum kompletten Ausbleiben der Regelblutung. Ist diese letzte Phase erreicht, spricht man von der Menopause, in der kein körpereigenes Östrogen, also das weibliche Geschlechtshormon, mehr produziert wird.

 

Victoria: Heißt das, dass die Haut bis zur Menopause unverändert bleibt?

Dr. Patricia Ogilvie: Keineswegs, das wäre schön. Nein, schon zu Beginn der Wechseljahre verliert sie an Dichte. Das erkennt man daran, dass sie weniger Spannkraft und Elastizität hat. Der Grund dafür ist, dass sich die Zellen und Lipide, also vereinfacht gesagt Körperfette, weniger schnell erneuern und daher feine Linien und Falten sichtbar werden. Zudem wird die hauteigene Barrierefunktion durchlässiger. Dadurch kann die Feuchtigkeit nicht mehr effizient gespeichert werden.

 

Victoria: Kann in dieser Phase auch die sogenannte Spätakne auftreten?

Dr. Patricia Ogilvie: Ja, richtig. In allen Zeiten, in denen die Hormone schwanken, kann es leider zu Akne kommen. In den Wechseljahren spielt dabei das vorübergehende Ungleichgewicht von männlichen und weiblichen Hormonen eine Rolle.

 

Victoria: Würden Sie zu einer speziellen Hautpflege in den Wechseljahren raten?

Dr. Patricia Ogilvie: Unbedingt. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern auch durch große Querschnittstudien zur Hautalterung belegt. Es konnte gezeigt werden, dass die Abnahme von regenerativen Funktionen, wie sie in den Wechseljahren beginnen, sehr gut mit kosmetischen Inhaltsstoffen kompensiert werden können.

Victoria: Welche Inhaltsstoffe sind das genau?

Dr. Patricia Ogilvie: Grundsätzlich muss ich zunächst sagen, dass die Hauttypen sehr unterschiedlich sind. Aber tendenziell wird die Haut in der Menopause trockener, sodass die Pflege mehr Feuchthaltefaktoren und gegebenenfalls auch Lipide enthalten sollte. In der Abendpflege sind Wirkstoffe sinnvoll, die eine Regeneration der Haut unterstützen. Peptide, also Eiweißmoleküle, sind ein Baustein, um die Hautalterung zu verlangsamen. Sie stimulieren gezielt die Kollagenproduktion.

Victoria: Kollagen, oft gehört …

Dr. Patricia Ogilvie: Ja, damit ist das berühmte Bindegewebseiweiß gemeint, das die Haut so schön straff aussehen lässt. Auch Produkte mit dem Vitaminkomplex Niacinamid können zusätzlich helfen, um die Hautbarriere zu stärken, sodass weniger Feuchtigkeit verloren geht.

Victoria: Retinol wird häufig als Stichwort genannt

Dr. Patricia Ogilvie: Das ist richtig. Retinol ist eine Vitamin-A-Säure und kann die Zellerneuerungsgeschwindigkeit erhöhen und so zur Regeneration und Glättung von Linien und feinen Falten beitragen.

 

Victoria: Sind Hautcremes mit Hormonen die beste Wahl?

Dr. Patricia Ogilvie: Hormonhaltige Kosmetikprodukte sind in Deutschland nicht frei verkäuflich, da sie nur unter ärztlicher Kontrolle verabreicht werden sollten. Aber sowohl Östrogen als auch Gestagene, also die männlichen Hormone, wirken gut über die Haut. Daher kann man mit Cremes und Pflastern den absinkenden Hormonspiegel kompensieren. Für die Kosmetik sind bei uns botanische Wirkstoffe zugelassen, die eine hormonartige Wirkung haben. In diesem Bereich haben insbesondere Wirkstoffe aus Soja und der Yam-Wurzel eine gute Wirkung in Studien gezeigt.

 

Victoria: Welche Schritte folgen morgens nach der Reinigung?

Dr. Patricia Ogilvie: Nach der Reinigung wird ein Toner aufgetragen, danach folgt ein Serum für die Feuchtigkeit. Anschließend ist der UV-Schutz an der Reihe und am Schluss die eigentliche Creme. Generell würde ich noch empfehlen, zu einem milden und gegebenenfalls seifenfreien Reinigungsmittel zu greifen. Zudem ist es wichtig, dass Frauen in dieser Phase Produkte wählen, die genug Feuchtigkeit spenden.

 

Victoria: Ist die Pflege für morgens und abends unterschiedlich?

Dr. Patricia Ogilvie: Eine sinnvolle Hautpflegeroutine sollte aus einer Tages- und einer Nachtpflegeroutine bestehen. Tagsüber muss sich die Haut vor allem gegen UV-Strahlen und andere schädigende Einflüsse verteidigen.

 

Victoria: Und was ist für die Nacht wichtig?

Dr. Patricia Ogilvie: Die Nacht ist eine wunderbare Zeit, um entstandene Schäden zu reparieren. Deswegen sollten Inhaltsstoffe verwendet werden, die den Wiederaufbau- und Regenerationsprozess unterstützen. Dabei helfen vor allem Peptide, die gut für die Förderung des hauteigenen Kollagens sind. Aber auch Retinol kommt bei der Nachtpflege zum Einsatz, denn es sorgt für die Hautregeneration. Da Retinol jedoch lichtempfindlich ist, eignet es sich am besten, wenn es um uns herum sowieso dunkel ist.

Wir empfehlen: Olay

Victoria: Produkte für die perfekte Nachtroutine

Dr. Patricia Ogilvie: Olay hat mit der Retinol24-Reihe eine Innovation für die Hautpflege geschaffen. Die patentierte Formel aus den hochwirksamen Inhaltsstoffen wie Retinylpropionat und Retinol versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und sorgen für sichtbare Verbesserungen von feinen Linien und Falten sowie dunklen Flecken und Poren. Die Produkte wurden speziell für die Nacht entwickelt und enthalten weder Parfüm noch Farbstoffe oder Öle.

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26. November 2021