Sex mit 50 plus, Blasenschwäche, Menopause: Viele von uns werden bei diesen Themen immer noch rot. Warum eigentlich? Sie gehören doch zum Leben dazu – und sollten laut Gynäkologin Dr. Sheila de Liz dringend aus der Tabuzone raus. Denn Fakt ist: Je besser wir über diese Themen Bescheid wissen, desto mehr können wir die Wechseljahre auch genießen. Tabus in den Wechseljahren ade!

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Also früher, als wir jünger waren …

Okay, vergessen wir diesen Satz. Er bringt uns nicht weiter. Das Alter, das wir jetzt haben, sollte gefeiert werden! Nur geht das eben nicht ganz so gut, wenn man von typischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Blasenschwäche oder Scheidentrockenheit geplagt wird. Doch jetzt kommt die gute Nachricht: Darüber kann man sprechen – und entsprechend handeln.

Das geht umso besser, je mehr man weiß – wie Dr. Sheila de Liz betont. Sie ist Gynäkologin, wissenschaftliche Beraterin der Marken Always und Always Discreet sowie Autorin des Buches „Woman on Fire: Alles über die fabelhaften Wechseljahre“ (Rowohlt, 16 Euro): „Die Wechseljahre benötigen dringend ein längst überfälliges Update.“ Denn diese Lebensphase sei vielleicht eine Herausforderung, aber sie ist auch extrem spannend. Manches kann mit dem Alter sogar besser werden: Sex zum Beispiel. Doch dazu später mehr. Klären wir zuerst, was genau in unserem Körper passiert, wenn wir Wechseljahresbeschwerden spüren.

Wechseljahresbeschwerden: Hormonchaos mit Folgen

Zunächst einmal: Nur weil man noch seine Periode hat, heißt das nicht, dass sich der Körper nicht bereits im Umbruch befindet. Denn schon ab Ende 30 fängt unser Hormonhaushalt an, sich zu verändern. Diesen Prozess bezeichnet man als Prämenopause, die oft recht fließend in die sogenannte Perimenopause übergeht. Letztere recht lange Phase beschreibt die Jahre vor und nach der letzten Periode, also die eigentlichen Wechseljahre. „Menopause“ ist lediglich die Bezeichnung für ein paar wenige Tage, nämlich die allerletzte Periode.

Das geschieht während der Wechseljahre:

  • In den Wechseljahren produziert der Körper weniger Progesteron (aka das Entspannungshormon), was uns leicht reizbar macht und schlechter schlafen lässt.
  • Als Nächstes sinkt der Spiegel des Hormons Östrogen, das uns seit der Pubertät fest im Griff hatte. Es ist für den Nestbau und die Romantik zuständig.
  • Neben einer Reihe von unangenehmen Wechseljahresbeschwerden wie Blasenschwäche, Hitzewallungen oder Scheidentrockenheit, bringt der sinkende Östrogenspiegel aber auch etwas Positives mit sich: beispielsweise mehr Klarheit, was Beziehungen angeht. Gut möglich, dass man sich in dieser Lebensphase endlich aus einer unglücklichen Beziehung löst. Hurra!
  • Und es kommt noch besser: Da der Spiegel des Hormons Testosteron im Körper länger konstant bleibt, erlebt unsere Libido jetzt einen Höhenflug.

Die machen uns stark


Wir starten in eine neue Lebensphase, aber wir sind nicht allein. Hier zwei Helferlein, die uns vor und während der Menopause fit halten:

Durch das stoffähnliche Material fühlen sich die Always Discreet Boutique Einlagen an wie

Unterwäsche. Gleichzeitig verwandeln sie Flüssigkeit in Gel und absorbieren Feuchtigkeit sofort. Wenn sich Blasenschwäche beim Niesen oder Lachen bemerkbar macht, bieten die ultra-dünnen Always Discreet Einlagen+ Long zuverlässigen Schutz, den keiner sieht.

 

Was wirklich gegen Hitze & Co. hilft


Sheila de Liz rät von pflanzlichen Tropfen oder homöopathischen Kügelchen sowie klassischen Hormontabletten bei Wechseljahresbeschwerden ab. Letztere Präparate enthalten keine menschlichen Hormone, sondern sind Kunstprodukte mit hormonähnlichen Wirkungen – und zahlreichen Nebenwirkungen. Die Gynäkologin rät daher zu bioidentischen Hormonen auf pflanzlicher Basis. Aus den folgenden Gründen:

  • Sie werden im Labor aus dem Stoff Diosgenin hergestellt, der aus der Jamswurzel gewonnen wird.
  • Ihre Struktur entspricht der Struktur der Hormone aus dem Eierstock.
  • Ziel ist es, mit ihrer Hilfe den Hormonspiegel auf ein niedrig-normales Level zu bringen, das man sonst zum Zyklusbeginn hat.

Östrogen und später, wenn nötig, auch Testosteron werden über die Haut appliziert, zum Beispiel in Form einer Östriol-Salbe, die auf die Vagina aufgetragen wird und dort etwa gegen die Ausdünnung der Vaginalschleimhaut (also nicht gegen Scheidentrockenheit!) wirkt oder auch gegen Inkontinenz, an der nicht immer ein schwacher Beckenboden schuld ist. Nur Progesteron sollte oral eingenommen werden.

Wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt für den Therapiestart zu erwischen. Das sogenannte „goldene Fenster“ beginnt mit der Perimenopause und endet allerspätestens zehn Jahre nach der letzten Periode. Ein gutes Indiz, dass man loslegen sollte, sind Zyklusschwankungen. Kommen Hitzewallungen hinzu oder bleibt die Periode aus, ist es Zeit, mit hormonellem Ersatz anzufangen, sofern man das möchte. Natürlich beraten hier Frauenärzt:innen individuell am besten – sprich sie oder ihn an und denk dran: Schluss mit Tabus in den Wechseljahren!

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