Moderatorin Nina Ruge übt sich seit jeher darin, das Leben leicht zu nehmen. In fordernden Situationen greift sie auf ihren „heiteren Schreittanz“ zurück. Ein Sinnbild, das dabei hilft, auf sich selbst zu vertrauen. Das ist eine spannende Methode, wenn wir Frauen älter werden und an uns zweifeln.

In ihrer neuen Victoria Kolumne Ninas Gedanken, erzählt sie uns mehr darüber – doch zuerst verrät sie, „wer“ Victoria eigentlich für sie ist. Viel Spaß beim Lesen!

Victoria, du bist eine Frau, die JA sagt zum Leben. Du bist eine Lebenskünstlerin. Denn du hältst es mit dem genialen Satz von Leonardo da Vinci: „Ein gut angewendetes Leben ist lang.“ Du wendest dein Leben so richtig gut an, und das heißt: Du hast Lust auf Inspiration, ohne jedem Trend hinterherzulaufen. Du hast klare Werte, die du nicht vor dir herträgst, sondern lebst. Du lächelst das Leben an – und es lächelt oft zurück. Du nimmst vieles leicht – weil du erfahren hast, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Du bist lebensklug, praktisch veranlagt – du gestaltest dein Umfeld, dein Nest immer wieder neu und bringst es liebevoll auf Wohlfühltemperatur. Weshalb ich dich so lobe, liebe Victoria? Weil ich mich wohlfühle mit dir. Ja, es fühlt sich wie Freundschaft an, vielleicht sogar wie Seelenverwandtschaft. Wenn ich auf dieser Plattform schmökere, dann finde ich so vieles, was mich anspricht: Du kannst Gedanken lesen!

Du merkst schon, liebe Leserin: Ich freue mich riesig, künftig für Victoria und damit für dich da zu sein. Meine Erfahrungen zu teilen, Ideen und Anregungen zu liefern – und sich gemeinsam darin zu üben, das Leben leichtzunehmen. Mit 19, als ich vor dem Vorexamen an der Uni stand und mir alles furchtbar schwer und schrecklich vorkam, da habe ich mir einen großen Zettel an die Tür gehängt: „Es wäre doch möglich, das Leben als einen heiteren Schreittanz zu begreifen.“ Jetzt fragst du dich mit Sicherheit, was denn um Himmels willen ein Schreittanz sein soll. Ich werde es dir verraten: Ich fand die Vorstellung damals irgendwie tröstlich. Das Leben „tanzen“. Nicht wie in meiner Lieblingsdisko, sondern federnd, leicht, balanciert. Nicht ekstatisch, sondern entspannt mit sich selbst, unabhängig, souverän. Das Bild vom „heiteren Schreittanz“ hole ich hervor, wenn mich eine Situation fordert. Wenn ich zum Beispiel eine Podiumsdiskussion moderiere und mich urplötzlich bei dem Gedanken ertappe: „Meine Gäste hier auf dem Podium, die sind allesamt deutlich jünger – ich bin die Älteste!“ Hm. Wieso beschleicht mich da ein ungutes Gefühl? Weil Moderatorinnen üblicherweise jünger sein sollten als ihre Gäste, um das Podium attraktiv zu präsentieren? Für männliche Moderatoren gilt das natürlich nicht … Genau dann fange ich an, mit mir den „heiteren Schreittanz“ zu tanzen, werfe das mulmige Gefühl über Bord und sage mir: Ich stehe hier als Älteste der Runde auf der Bühne, weil ich über einen einzigartigen Schatz verfüge! Über Erfahrung, Sicherheit, Menschenkenntnis. Na, alles, was frau in einem gut angewendeten Leben so lernen kann! Das zu teilen, darauf freue ich mich – gemeinsam mit dir und mit Victoria! „Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben.“ Das stammt von Goethe …

Mit welchem Trick lässt es sich deiner Meinung nach ganz entspannt älter werden? Verrate ihn der Victoria Community gerne in einem Kommentar. Wir freuen uns darauf!